Category Archives: gleichheitunddifferenz

Stinkt Rosa?

Rollenzwänge sind immer ein Problem. Mädchen dürfen sich jetzt langsam aus diesen endgültig befreien, haben sogar eine exklusive Farbe bekommen (“goldener Käfig”). Jungs stecken nach wie vor fest in der Erwartungshaltung der Erwachsenen (Männer wie Frauen) zu “wahren Männern” zu werden. Man will doch nicht das der kleine Mann womöglich seine “Männlichkeit” verliert oder “schwul wirkt”, oder? Was wäre er dann noch. Nur ein kleines Menschlein. Geht gar nicht, oder?
Dieses Klischee wird vielen zufällig männlich geborenen Kindern zum Leidensweg. Wenn sie anders sein wollen als die andern. Erwachsene und Kinder können da sehr grausam sein, den Hetero-Knaben wieder auf “den richtigen Weg” zurück zu führen.

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Immer wieder mal höre ich von Bekannten, der Feminismus wäre ihnen prinzipiell schon irgendwie sympathisch, zumindest Teile davon. Wenn nur, ja wenn nur nicht jene Ablehnung des „Femininen“ wäre. Das Ganze gipfelt dann oft in der Aussage „also ich mag ja Rosa und Glitzer, das will ich mir nicht verbieten lassen“ oder auch „meine Tochter mag eben Rosa, soll ich es ihr verbieten?“


Wenn ich dann genauer nachfrage, kommt fast immer heraus, dass es sich bei dieser Vorstellung um eine Mischung aus gängigen Vorurteilen gegenüber Feministinnen (tragen alle nur Jeans und Holzfällerhemd und schminken sich nicht) und diverser Überschriften diverser Zeitungsartikel handelt, gekrönt von der Feststellung, da gäbe es doch „irgendwie diese Gruppe, und die heißt doch ‚Pinkstinks‘, also ‘Rosa stinkt’ „. Nun hat Pinkstinks ja zu der Rosafrage eine recht differenzierte Einstellung, wie man z. B. diesem Artikel entnehmen kann, aber leider kommt anscheinend bei Personen, die sich allenfalls…

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Gebt den Jungs Liebe!

Equalistischer Feminismus ist der einzige Teil dieser Geschlechterideologie der für mich akzeptabel und begrüßenswert ist.
Dies ist so ein Beitrag.

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Neulich traf ich in einer Buchhandlung Vater und Sohn, die ich vom Sehen her kannte. Der Vater sprach mit der Buchhändlerin und auf einmal legte der Junge, er ist etwa 13, den Kopf mit der größten Selbstverständlichkeit vertraulich auf die Schulter seines Vaters. Wobei Legen vielleicht das falsche Wort ist, er schmiegte ihn eher an den Hals des Vaters, der wiederum mit ebenso großer Selbstverständlichkeit mit der Hand über den Kopf seines Sohnes strich.


Ich muss zugeben, dass ich das im ersten Augenblick befremdlich fand. So ein großer Bub, das geht doch nicht. Als ich das dachte, hätte ich mir ehrlich gesagt noch im selben Augenblick am liebsten selbst vor den Kopf geschlagen. „Ein Junge weint doch nicht“, „Ach geh, so ein großer Bub und heult“, „Na, willst ein Mamasöhnchen werden?“, „Stell dich nicht an wie ein Mädchen.“ Das ist nur eine kleine Auswahl der Dinge, die man als Mutter…

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Braucht die unterentwickelte männliche Spezies etwas Förderung?

Der Blog von @geschlechterunddifferenz  ist recht interessant. Zum einen hat sie  sehr interessante Beiträge, da sie offenbar eine Alltags-Feministin ist und Themen aus diesem Gebiet vorstellt. Allerdings ist sie ebenfalls eine Vertreterin des “Frau-Besser” Feminismus.
Und nicht nur dieser Kommentar ist sehr erhellend in dieser Hinsicht

Zuerst macht sie klar,  dass Mädchen in Fächern in denen sie noch etwas zurückliegen, es nur Diskriminierung sein kann, die hier verhindert, dass diese ebenso technisch und mathematisch begabt dastehen.

Von Mitschülern, Lehrern, dem gesamten Umfeld ganz egal ob männlich oder weiblich. Dass Mädchen schlechter in MINT sind, wird doch wirklich überall vermittelt. Viele Lehrerinnen sind da auch überzeugt von, ja. Und Mädchen werden bei “normaler” Begabung für MINT seltener gefördert als Jungen.

Diese Vorstellung, dass Mädchen hier gehindert werden ihr Potential zu entwickeln, wird ganz schnell zur angeborenen Schwäche und Unvermögen, wenn es um die Bereiche geht wo Jungs schwächeln.

In welchen Bereichen Jungen gefördert werden sollen? Ich würde sagen, in allen in denen Jungen im Mittel eben nicht so gut sind. Besonders wichtig ist das im Bereich Lese-/Schreibkompetenz.

Einerseits, das scheint mir tatsächlich wissenschaftlich erwiesen, ist es wohl tatsächlich so, dass Mädchen im Mittel etwas früher entwickelt sind, was sich u. a. auf Konzentrationsfähigkeit und Aufnahmefähigkeit auswirkt, dann aber später wieder ausgleicht.

Nein  @geschlechterunddifferenz  Jungen entwickeln sich nicht langsamer und ziehen dann erst kurz vorm Erwachsenwerden gleich. Dieser Mythos ist recht alt und falsch.  Er wird  gespeist durch die Sicht vieler Frauen dass Jungs im Alter von 12-15  meist Vorbilder wie Superhelden habe, sich für Abenteuergeschichten interessieren und viel spielen. Hingegen machen sich Mädchen bereits Gedanken zu Beziehungen, um ihr  Aussehen , Schminken und um sich selbst. Das diese Mädchen in dieser Phase hysterisch kreischend vor Boybands stehen,  Unterwäsche auf die Bühne werfen,  sich vor Hotels rumtreiben damit sie einen Blick auf die Jungs erhaschen, sich in ihr Zimmer schleichen oder nach Auflösung von Boybands auch mal an Selbstmord denken, wird ignoriert. Frauen schauen da recht wohlwollend nostalgisch auf ihre Töchter und sehen nur die Wiederholung ihrer Jugendzeit, aber kein unreifes Verhalten darin.

Für Jungs gilt diese Einschätzung nicht.  Diese nehmen diese ideologisch verblendeten Frauen nicht nur zu Hause, sondern auch als Lehrkräfte in den Schulen als völlig unreif wahr. Die wollen keine Beziehung? Unreif!  Die interessieren sich nicht für Alltagsgeschichten,  sitzen nicht mit andern Jungs zusammen und reden ständig darüber wie, wo und wann sie mit wem was gemacht haben? Unreif! Sie betrachten die Jungs daher als weniger entwickelt als Mädchen und bewerten sie dann auch unbewusst so. Der Unterricht wird zur Demonstration, dass Buben sich an den Mädchen ein Beispiel nehmen sollen. Auch Männer in Schulen übernehmen diese Sichtweise und treiben den Mythos “Mädchen lernen besser” voran und vermitteln den männlichen Schulkindern,  dass sie minderbegabt sind.

Dann ist sehr interessant, dass Jungen zwar wohl schon immer etwas schlechtere Schulnoten als Mädchen hatten, aber sich diese seit den 70ern noch einmal verschlechtert haben.

Hier wird es sehr spannend. Jungs hatten schon immer schlechtere Schulnoten als Mädchen? Warum wurde dann in den 70ern mit allen Mitteln eine Mädchenförderung durchgeführt. Warum hat es eine Neuorientierung gegeben? Warum sprach man von Notenrückstand der Mädchen und begründete diesen durch Diskriminierung der weiblichen Schüler?  Warum maturierten damals deutlich mehr männliche Schüler und heute ist es umgekehrt? Warum studierten und promovierten damals viel mehr männliche Studierende und heute ist es umgekehrt?
Dieser eklatante Widerspruch fällt ihr gar nicht auf.  Fast typisch für die Unlogik und die Unstimmigkeiten in den Überzeugungen des heutigen Feminismus.

Und der nächste Absatz ist echt seltsam.

In etwa seit den 70ern ist es üblich geworden, auch Mädchen höhere Bildung zukommen zu lassen. Und das führte dazu, dass bestimmte Felder auf einmal weiblich besetzt sind und das Etikett “für Mädchen” tragen: Lesen/Schreiben, Musik, Zeichnen …. Klar fühlen sich Jungen von Fächern mit dem Etikett “für Mädchen” abgeschreckt – das hatten diese Fächer bis dahin einfach nicht.

Also Fächer wie “Zeichnen, Musik” waren ab den 70ern für Mädchen?  “Lesen, Schreiben” machten nur noch Mädchen?   Was hat “Lesen, Schreiben” mit höherer Bildung zu tun? Das sind samt Rechnen die Grundfähigkeiten, die seit der allgemeinen Schulpflicht, allen Kindern vermittelt werden.  Deswegen lesen Jungs weniger, weil Mädchen mehr lesen? Eigenartige Argumentation.

Und wieder wird ein Klischee beschworen. Die Jungs sind viel wilder als Mädchen.

Dazu kommt noch, (ein Gedanke von Robin, den ich sehr plausibel finde) dass ebenfalls seit den späten 60ern/frühen 70ern, die “schwarze Pädagogik” endgültig abgeschafft wurde. Diese hatte “wilde Kinder” bis dato sehr brutal diszipliniert. Das fiel nun weg, aber man versäumte es gleichzeitig, die übliche Form des Frontalunterrichts mit langem Stillsitzen wirklich zu hinterfragen.

Die Vorstellung dass die im hohen Übermaß weiblichen Lehrkräfte, ihr eigenes Geschlecht ebenso überbewerten, wie es die männlichen Lehrkräfte als sie noch zu 90% die Schulen bevölkerten mit den Jungen taten,  ist für weder für sie noch andere Feministinnen denkbar und daher ist auch keine Nachforschung notwendig.

Der schrumpfende Abstand im mathematischen und technischen Bereich war und ist Benachteiligung aufgrund des Geschlechts.  Der wachsende Abstand zu den Mädchen ist deren Problem der Jungs selbst.

Diese Bloggerin aus der feministischen Szene ist geradezu ein Paradebeispiel, wie blickverengend diese Geschlechterideologie, die als solche gar nicht von den Anhängerinnen gesehen wird,  und wie schädlich dieser aufgrund der männerverächtlichen Glaubensvorstellungen auf unseren männlichen Nachwuchs wirkt.  Erklärungsmodelle werden fast ausschließlich  dahingehend aufgebaut, zu beweisen, wie weniger Männer fit sind als Frauen für die heutige Welt und dass weibliche Menschen keinerlei Anteil haben an irgendwelchen Problemen von männlichen Menschen.
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Bildquelle: http://www.faz.net/aktuell/beruf-chance/campus/geschlechterrollen-in-der-schule-faul-fahrig-junge-12145909.html

Spezialisierung verboten!? Kritik an der Kritik an Plan Deutschland

Zuerst zum Nachtrag “Spezialisierung verboten? in dem gesagt, wird Maskul(in)isten würden behaupten nicht zwischen männlich und weiblich zu differenzieren, sondern sich, anders als der Feminismus, nur auf Menschen beziehen. Aber das ist kein Maskulismus, sondern Equalismus wie ich ihn auch lebe. Menschen die für Menschenrechte aller gleich eintreten. Nicht etwa für spezialisierte Gruppen aufgrund von Geburtsmerkmalen wie Geschlecht, Hautfarbe oder Geburtsort.

Equalismus kennt gruppenbezogen nur gesetzliche Diskriminierungen. Zwar gibt es gruppenbezogene Diskriminierung ohne zugehöriger rechtlicher Minderstellung, wie Rassismus, Sexismus, Fremdenfeindlichkeit und andere. Aber die Benachteiligung selbst ist immer individuell. Ein Gruppe ist nie als Gesamtes benachteiligbar, sofern dies nicht durch offiziell sanktionierte Vorschriften oder Gesetze festgeschrieben ist. Benachteiligt wird immer nur der einzelne Mensch aus diesen Gruppen.
Das Wahlrecht nur für Männer war so eine gesetzliche Benachteiligung für Frauen. Zwar abgeschwächt, weil Frauen auch nicht ihr Leben einsetzen mussten zur Verteidigung ihres Landes, aber dennoch vorhanden. Die Vormundschaft des Mannes im Ehegesetz war ebenfalls eine solche gesetzliche Diskriminierung aufgrund des Geschlechts gegenüber den Ehefrauen.
Dann und nur dann, ist es möglich dass eine Gruppe gesamt diskriminiert wird, jeder der dieses (meist) nicht selbst gewählte Merkmal aufweist, gleichermaßen benachteiligt ist. Dagegen nehmen wir das niedrigere Pensionsalter von Frauen, trotzdem sie deutlich älter durchschnittlich werden als Männer. Dies wird oft damit begründet, dass ja Frauen die Hauptlast der Kinderarbeit tragen würden. Und dann denkt man kurz nach und fragt sich warum eine Frau die gar keine Kinder hat, trotzdem früher in Pension gehen darf als ein Mann der keine Kinder hat. Sofort wird klar, warum es keine gruppenbezogene Diskriminierung ohne gesetzlicher Vorschrift geben kann. Es kann jedes Mitglieder der Gruppe eine Benachteilgung treffen, aber es muss nicht, da es keinen Zwang gibt.

Daher ist aber auch eine gruppenbezogene Förderung falsch, solange keine solche sanktionierte Grundlage gegenüber einer Gruppe dafür besteht. Denn sie isoliert eine Hilfssituation die auf alle Menschen zutreffen kann, auf eine bestimmte Gruppe und privilegiert diese für die Hilfeleistung.
So wie hier bei dem Plan Deutschland und der Kinderarbeit. Dadurch das in den Ministerien Gender-Budgetierung durchgeführt wird, wird auch das Geld nur noch einer Gruppe zugeführt und zwar rein nur aufgrund von Geschlecht, nicht aufgrund von Situation.
Es ist als ob eine Ärztin zu einer Unfallstelle kommt und dort zunächst mal die Verletzen nach Geschlecht gedanklich sortiert und dann nur bei der Frauen und Mädchen die am nötigsten Hilfe brauchen, diese leistet. Aber Männer und Jungs die genauso schwerverletzt sind, erst mal außer Acht lässt, bis die meisten weiblichen Personen versorgt sind. Genauso ist es hier. Es scheint so richtig zu erscheinen, wenn “Frauenföderung” , “Frauenhäuser” , “Frauenhilfe” gemacht werden, aber so falsch ist es. Not hat kein Geschlecht, keine Herkunft, keine Hautfarbe, kein Geburtsmerkmal. Not ist immer gleich.
Der Mensch der kein Heim hat und kein Essen, der ist ein Mensch in Not, sonst nichts. Kein Weißer, kein Schwarzer, kein Einheimischer, kein Flüchtling oder “Ausländer”, kein Mann und keine Frau.

Nur ein Mensch.

Nein, es braucht keine Spezialisierung der Hilfe aufgrund Geburtsmerkmale. Den die Kinder die in Bergwerken arbeiten und sterben, die auf Felder verenden, die in Fabriken dahin vegetieren, denen ist es egal ob die Hilfe aus dem Topf oder aus dem Topf kommt. Hauptsache sie kommt überhaupt. Da in Mädchen und Buben zu teilen und Mädchen viel mehr Hilfe zu geben, weil es politisch gerade so in ist, ist nicht nur falsch, es ist menschenverachtend.

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Auf dem Blog Geschlechterallerlei hat Gerhard eine Kritik an der Hilfsorganisation Plan veröffentlicht, die ich so nicht stehen lassen kann.


Seine Kritik bezieht sich dabei im Wesentlichen auf zwei Punkte:
1.„(…)“Plan International Deutschland e.V.” (ist) ein Verein, der sich vorgeblich um benachteiligte Kinder in der dritten Welt kümmert, tatsächlich aber gerne mit Aktionen und Werbung auffällt, die fast ausschließlich Mädchen im Fokus haben.“
2. Der zweite Punkt wirft PLAN vor, ein Konzept von „toxischer Männlichkeit“ zu vertreten und macht das an einem Antwortschreiben von Plan fest, in dem zu lesen ist:
„Viele Jungen lernen während ihrer Sozialisation, was von ihnen erwartet wird, um später als „richtiger Mann“ in der Gesellschaft anerkannt zu werden. So wird ihnen zum Beispiel vermittelt, dass sie keine Schwäche oder Gefühle zeigen sollen, dass Mädchen und Frauen weniger wert seien als sie selbst, und dass sie als Jungen und Männer Macht über sie haben. Dabei…

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Antifeministischer Mythos: Das Patriarchat ist eine Erfindung des Feminismus und hat nie existiert

Das Patriarchat. Ein Mythos oder auch nicht. Je nachdem wie man es sieht. Soziologisch ist es eindeutig. Es gab und gibt kein weltweites Patriarchat. Denn die soziologische Definition ist die, dass es eine rein über die väterliche Linie (von Vater zu Sohn) weitergegebene Machtausübung und Herrschaft ist. Es gab und gibt daher patriarchale Gesellschaften, aber nicht DAS Patriarchat. Die allermeisten Gesellschaften aber waren nicht patriarchale, sondern patrilineare (Hart genug für diese entmündigten Frauen, boten aber auch Schutz) Und diese existierte tatsächlich bis in die 70er der vorigen Jahrhunderts. Denn die Vormundschaft des Mannes gegenüber der Frau war gesetzlich festgeschrieben.
Aber ebenso ist in der Soziologie unbestritten, dass die patrilinearen Gesellschaften von einem Feudalismus dominiert wurden. Es war als ein viel größeres Ungleichgewicht vertikal vorhanden (zwischen Kasten), als horizontal (zwischen den Geschlechtern). Dies drückte sich darin aus, dass Frauen gegenüber Männer durchaus noch Rechte hatten, während untere Gesellschaftsschichten praktisch rechtlos waren.
Auch deswegen ist der Begriff “DAS Patriarchat” ein in die Irre führender. Denn eine Adelsfrau die einen Leibeigenen wegen Unbotsamkeit foltern ließ oder zum Spass gequält hat, war zwar ihrem Mann mindergestellt, aber allen ihren Leibeigenen und Sklaven gegenüber Herrin von Leben und Tod. Und zwar egal ob diese Untergebenen männlich oder weiblich waren. In Indien ist es auch heute noch so, dass ein Mann aus der Kaste der Unberührbaren sehr viel weniger Rechte besitzt als eine Brahmanen-Frau. Auch dort wird etwas auf Mann-Frau Unterdrückung heruntergebrochen, was sehr viel mehr mit dem Kastensystem zu tun hat, das dort herrscht und sich Änderung vehement widersetzt.

Also nein, DAS Partriarchat gab und gibt es tatsächlich nicht. Es ist ein feministisches Konstrukt. In dieser Ideologie wird es als Wirklichkeit betrachtet, ähnlich wie im Marxismus/Leninismus das Konstrukt des Kapitalismus. “Smash the kapitalism” ist nicht anders als “Smash the patriarchy”.
Dahinter steht aber Glaube und reine Überzeugung. Klassenkampftheorien die aus Frauen die unterdrückte Klasse machen und aus Männern die Ausbeuterklasse.

Eine Glaubenswirklickkeit. Und genauso verteidigt. Jeder der diese pauschale Definition eines “weltweiten Patriarachts” richtigstellen will , wird zum “Patriarchats-Leugner”.

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Tatsächlich stimmt beides nicht. Das Patriarchat, als Begriff für eine Gesellschaft, deren einzelne Einheiten (Familie, Stamm, Clan) von einem Patriarchen (meist der Vater oder ein männliches Familienmitglied) geführt werden bzw. auch allgemein für eine Gesellschaft, deren Führung traditionell in männlicher Hand liegt, ist ein ethnologischer, anthropologischer und soziologischer Begriff. Groß gemacht wurde er z. B. vom Anthropologen Johann Jakob Bachofen, der in seinem Werk „Das Mutterrecht“, die Idee einer ursprünglich von Frauen geführten Gesellschaft (Matriarchat) entwarf, die von der Herrschaft der Männer (Patriarchat) als quasi nächste Entwicklungsstufe abgelöst wurde.


Der Haushaltsvorstand hat als solcher eine Reihe von Rechten, aber üblicherweise, da er für die Familie verantwortlich ist und oft der einzig voll Mündige (Geschäftsfähige) ist, auch eine Reihe von Pflichten (wie die Sicherstellung eines Einkommens für die Familie, die Verwaltung des Vermögens, die rechtliche Vertretung der Familie).


Auch häufig zu beobachten ist, dass in Gesellschaften, die patriarchal organisiert sind, weibliche…

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Die Situation für Frauen in Saudi-Arabien

Es ist richtig. Wenn jemand die rechtlose Situation von Frauen in Ländern wie Saudiarabien darstellt als eigentlich “nicht so schlimm” weil die Frauen ja auch Vorteile hätten, hat nicht verstanden was hier scharf kritisiert wird. Kinder genießen ebenfalls sehr guten Schutz und werden aber auch als unmündig betrachtet. Auch Kinder haben Vorteile aus den Minderrechten wie z.B Geschäftsfähigkeit.

Nur sind Frauen keine Kinder und es hat auch niemand das Recht einen erwachsenen Menschen wie ein Kind zu behandeln. Punkt. Daher ist überall dort wo Frauen (oder Männer) per Gesetz in eine Unmündigkeit gesetzt werden, keine Diskussion erforderlich. Es ist einfach aufzuheben. Und jeder Menschenrechtler hat daran mitzuwirken.
Wer das nicht tut, es relativiert oder ableugnet, ist mit verantwortlich, dass so etwas weiter existiert.

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Man lernt ja so einiges auf maskulistischen Seiten. Gerade erst wieder, dass die Situation in Saudi-Arabien doch gar nicht so schlimm für Frauen ist, wie man gemeinhin so dachte ^^.

Denn:

“Männer üben Macht über Frauen aus, Frauen über Frauen, Frauen über Männer und Männer über Männer. Das nennt sich gesellschaftliche Konventionen, die vom Großteil eines Kulturkreises getragen werden und für beide Seiten Einschränkungen, aber auch Privilegien bieten. Die Kritik an solchen Konventionen mit der vorgeblichen Macht einer Teilgruppe zu begründen ist absurd.” (HansG auf geschlechterallerlei)

Frauen seien  in Saudi-Arabien keinesfalls rechtlos, denn “In Saudi-Arabien wurden gerade erst mindestens vier Frauen in Regionalparlamente gewählt.”

Na dann ist ja alles in Butter, oder?

Und sooooo schlimm ist es doch eigentlich gar nicht “Auch wenn es dort genug zu kritisieren gibt muss man deshalb noch lange nicht so schamlos übertreiben.”

Betrachten wir uns doch einfach mal die rechtliche Situation in…

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