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Ich bin ein Mensch. So wie du.

NotAll-Woman und Ally-Man

Sehr oft passiert bei Diskussionen über Geschlechterthemen, dass sich Menschen in die Haare gerate. Das ist normal.  Oft gerät es aber auch kollektiven Beleidigung. “Die Mütter suchen alle nur Wirte”,  “Die Weiber sind doch alle gleich”, “Die Männer sind doch nur machtgeil und gewaltätig”, “Die Kerle wollen doch nur das eine”. Ab dann wird das Gespräch schwierig. Und oft genug kommt dann eine gerechtigkeitsliebende Person und versucht das richtigzustellen und das eigene Geschlecht zu verteidigen, weil diese Person sich derartig mit dem eigenen (zufällig bei der Geburt erhaltenen) identifiziert, dass sie dies glaubt tun zu müssen.

Nichts ist falscher. Und grade in Bereichen wo es um Probleme männlich geborener Menschen geht, besonders, da diese Probleme weitestgehend ignoriert werden oder runtergespielt. Kommt dann eine Frau im besten Willen mitzuhelfen, die Not dieser Männer zu mindern,  in diese Räume wird beim Verteidigungsversuch schnell ein Geschlechterkrieg daraus.  Passiert so was in Gruppen die sich um Frauenfragen annehmen, dann wird schnell diese Antwort gegeben: http://www.spiegel.de/netzwelt/gadgets/comic-superheld-not-all-man-von-wegen-alle-maenner-a-968045.html und  Ruhe ist. Lächerlich machen wollen sich die wenigsten.

Und hier würde die gleiche Antwort so lauten:
“Die Frauenwürde ist in Gefahr.  NotAll-WOMEN eilt zur Rettung herbei!  Mit ihrem Strahl “es sind aber gar nicht alle so bös” fegt sie die böse Truppe der Mysogynen weg.  Nur wenn ein übermächtiger Feind auftaucht, womöglich der ANTIFEMINIST dann ruft sie mit ihrer unhörbaren “Jungfrau in Not” Pfeife ihren allseits bereiten Helfer zu Hilfe. Und da ist er auch schon. Ally-MAN!  Dieser schleudert dann sofort ein “Wieso greift ihr sie so an? Wir sind doch alle selber schuld. Unser Männlichkeitsgetue verursacht das doch” auf die bösen Burschen.  Falls sich der Gegner dann noch lebt, nutzt Ally-Man seine Superkraft und teilt sich in immer mehr Allie-Men’s bis auch der letze Frauenfeind aufgibt. Gemeinsam dämmen sie dann die Gefahr ein bringen die restlichen Männer dort wieder auf den rechten Weg und fliegen weiter zum nächsten Gruppe die Männeranliegen behandelt um dort für Recht und Ordnung zu sorgen.  Damit überall die Würde DER Frauen geschützt bleibt. Denn DIE Frauen sind nicht so. Nur DIE Männer sind Schweine.”.

Das wäre die gleichlautende Replik. Aber das ist gar nicht sinnvoll. Menschen die eigentlich helfen wollen, sollte man nicht einfach verspotten. Aber es sollten einfach nur alle die sich in diese wenigen Bereiche verirren,  die Männerthemen überhaupt behandeln, soviel Anstand besitzen, dass sie in diesen nicht unnötig Zwist und Ärger reinbringen, nur weil sie sich dem eigenen Geschlecht so verbunden fühlen, dass sie sich angegriffen fühlen, wenn es heißt “die Weiber”, “die Mutterhennen”, “die Blutsaugerinnen” usw.

Um es mit einer feministischen Phrase zu sagen:”Ruhig Blut. IHR seid nicht gemeint!”.
MPartei_NotAlWomen_Woman

 

150 Leute und dann fremd?

Ja richtig!  ca. 150 Leute und man sieht den anderen nicht mehr zur eigenen Gruppe gehörig.  Und was macht man dann?   Man sieht die anderen als Fremde.  Als die anderen.  150 ist aber nicht sehr viel .  Schon in Dörfern leben meist mehr Menschen.  Es braucht also Zusammenhalt.  Wie stellt man den her. Über Merkmale.   Z.B: Die “Hiesingen” (meint die im Dorf geborenen).   Über Unterscheidungsmerkmale schließt man sich zusammen.  Und über so ein Merkmal grenzt man sich dann als dann wieder größere Einheit auch wieder ab. Damit man eine Identität als Ganzes hat.  Das “Fremde”, das “Andere” wird abgelehnt und ausgegrenzt.

Heute sind wir ein globales Dorf geworden.  Wir wissen seit wir die Welt von oben gesehen haben über die Kameras der Astronauten,  das es tatsächlich nur ein kleine begrenzte Kugel ist auf der wir alle leben.
Und daher wollen wir wieder enger zusammenrücken. So wie seit Beginn. Aber das Einig werden,  ist sehr schwer.  Daher braucht es Zwischenschritte.  Der letzte Schritt nun ist die Überwindung des Merkmals “Geschlechts”.   Wer sich durch dieses  Merkmal unterscheidet, gilt als “das  Andere”, “das Fremde”.  Als anderer Menschentypus, als jeweils eigene “Spezies”.  Und daher entsteht jetzt immer mehr Angst, Feindschaft und Hass.
Die Menschheit zerlegt sich gerade wieder in Massen.  Vor 90 Jarhren war es das Merkmal “welche Ahnen hast du?”, das zum wichtigsten Eigenschaft wurde.  Man erdachte sich “Rassenthorien” und hielt die für Wissenschaft.,  Das haben wir nach der fürchterlichsten Katastrophe überwunden.

Jetzt wird das Geschlecht zur einzig verbliebenen Identität mit der man sich noch vom anderen abgrenzen kann.  Man sieht die Geschlechter nicht mehr als Menschen mit zufällig angeborenen Geschlechtsteil. Es wird zur  wichtigsten Sache.

Diese binäre Identität müssen die Menschen bereit werden aufzulösen.  Damit sie den letzten Schritt zur Einheit gehen können.

Soziale Evolution der Menschheit

Linkshänder wurde vor 40 Jahren schwer verfolgt, diskriminiert und “umerzogen”.  Heute wäre das ein Skandal.  Bestenfalls Idioten reden noch über die “bessere Hand”.   Warum ist das so?  Warum damals Hass und Verfolgung und jetzt Akzeptanz?

Die Menschheit schreitet immer mehr in Richtung der Sicht auf sich selber als Einheit voran.  Dabei geht sie aber immer wieder durch schwere Krisen. Am Anfang lebten Menschen in Gruppen nebeneinander und führten Krieg gegen den anderen Stamm, eroberten dessen Raum und vermischten sich dann mit dem Rest um sich auszubreiten. Heute leben Dörfer, Städte friedlich zusammen.

Dann kam die Städtebildung und die anderen, die verachtenden “Nomaden” waren die,  die man vernichten musste.   Es bildeten sich größere Herrschaftsgebiete die dann um die Ressourcen Krieg führten.   Heute führen wir meist gewaltlose Wirtschaft-“Kriege”.

Die Herrschaftsgebiete wurden immer größer. Die Gesellschaft neigt je größer sie wird zur sozialen Teilung. Die Abstammung wurde wichtig.  Wer von “hoher Geburt” war, war kein Mensch wie andere.
Heute sieht die Gesellschaft hier Adelige nicht mehr als was “Besseres” an.
Auch alle anderen Merkmale, Unterscheidungen wurden herangezogen um sich aus der “Masse abzuheben”.

Dann wurde die Ahnenreihe das wichtigste Merkmal.   Wer von diesen Eltern abstammte,  war die Herrenrasse, wer von andern Eltern abstammte,  das “verfluchte Volk”.
Heute können wir nicht mehr verstehen wieso jemand deswegen mit Hass verfolgt und umgebracht werden konnte.  Die “völkische Bewegung” war vor 90 Jahren so kraftvoll, anerkannt und unterstützt wie es heute der Genderismus ist.
Und in naher Zukunft wird jeder sich fragen, wie konnte man Geschlecht nur diesen extrem hohen Stellenwert geben?

Es ist immer der gleiche Mechanismus.  Menschen konnten nicht in größeren Einheiten zusammenleben ohne nicht sich aufgrund von Unterschieden (oft nur erdachten) in kleinere Massen zu zerlegen.  Und diese kleineren Massen innerhalb der Gesellschaft waren dadurch zur Auseinandersetzung verurteilt.  Bis zu dem Punkt,  nachdem eine der Gruppen/Masse extrem gelitten hat, an dem die Gleichheitswertigkeit klar wurde und alle sich gegenseitig akzeptierten und als Einheit ansahen.

Deswegen wurde vor hunderten Jahren von den Rechtshändern  Linkshänder als  Hexer/Hexen gebrandmarkt  vor 40 Jahren um gezwungen und seelisch geschädigt und heute sind sie anerkannt und nur noch Vollidioten sehen das anders.

Auslöser von Hass (Mechanismus)

Warum Hass entsteht? Einfaches Beispiel.  2 Leute lieben sich.  Einer mißbraucht das Vertrauen des anderen ->  Hass.  Auslöser? Nein nicht die Besitzgier.  Die Entfremdung ,

Stufe höher.  Eine  Gruppe lebt eng mit einer anderen in einer Gegend.  Die eine Gruppe lebt beim Wasser, die andere weit davon entfert.  Die erste Gruppe teilt nicht. -> Hass.  Auslöser:  Die Entfernung, die zweite Gruppe wird nicht als zu der ersten Gruppe gehörig betrachtet.  Man sieht die anderen Menschen als nicht zugehörig,  daher “die brauchen keine Wasser,  Die sollen verrecken”.

Noch eine Stufe höher:  Gesellschaft.  Gruppen leben vermischt zusammen.  Ein Merkmal (zl.B: Abstammung) wird wichtiger erachtet als alle anderen.  Die Gesellschaft teilt sich aufgrund dieses Merkmals in Gruppen auf.  Die Menschen mit unterschiedlichen Merkmalen zur andern Gruppe werden  nicht mal als  zugehörig angesehen. Eine der Gruppen fordert für sich ein, die beste, die schützenswerteste zu sein.  Dadurch wertet sie alle anderen ab -> Hass.

Der Auslöser des Hasses ist immer die Betrachtung des Anderen als nicht wie man selbst.  Als moralisch oder tatsächlich minderwertiger.
Der Mistkerl hat gelogen?  “Dieses Schwein!”
Die Gruppe gibt uns kein Wasser? “DIE sind Feinde”
Wir sind arbeitslos und arm?  Die andere Merkmalsgruppe nimmt uns die Ressourcen weg?  “Weg mit den Kakerlacken”

Hass aus dem Nichts?

Ich habe die Entstehung von Hassgefühlen aufgrund Geburtsmerkmal  selbst erlebt.  Ich bin Linkshänder (einer von denen die sich nicht umerziehen ließen und schwer geschädigt wurden)  Dieser “unsinnige Wiederstand” gegen diese “vernünftige Massnahme” löste bei meiner Lehrerin zuerst Ärger, dann Wut und letztlich Hass aus.  Weil ich ihr “das Leben schwer machte”.  Sie sah mich nicht als anders,  sie sah mich als defizitär. Und darum hat am Schluß schon sehr aggresive Methoden verwendet um mich “auf den rechten(!) Weg zu bringen”.
So entsteht Hass “aus dem Nichts”.  Es ist das nicht akzeptierte Anderssein,  das Abwerten des Anderen als nicht so gut als man selbst dass dies auslöst.  Ich schadete ihr. Ich war ein Störfaktor. Ein Schädling in der Klasse sozusagen.