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Ich bin ein Mensch. So wie du.

Rede für die Demo “Allen Kinder beide Eltern” in Köln (2017)

Diese Rede habe ich anlässlich der Veranstaltung des Väteraufbruchs für Kinder vom 10. Juni 2017 in Köln am Domplatz gehalten. Ich habe diese weite Reise auf mich genommen, weil es mir wichtig war zu zeigen, dass man keinen Aufwand scheuen, Differenzen beiseite legen sollte, damit man ein Zeichen setzen kann. Gleichberechtigung, in welchen Bereich auch immer, kommt nicht von allein,  Menschenrechte verteidigen sich nicht von selber. Es braucht Menschen die dafür einstehen, die kommen, wenn sie gerufen werden.
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Als Dennis mich aufforderte, doch eine Rede zu verfassen für die Demo habe ich gerne zugesagt. Alles was einen Beitrag leistet, diesen Event zu bereichern, ist hilfreich, war mein Gedanke. Aber als ich so nachdachte über das was ich sagen sollte, so im fernen Wien, erkannte ich recht schnell, dass es sicher kein glühender Aufruf zur einen Aufstand gegen das ekelerregende Entsorgungssystem sein wird. Weil ich nicht so ein Mensch bin mit diesem brennenden Herzen, der nötig wäre für so etwas. Ich bin lediglich jemand der euch beistehen will, der sich einreiht in die Menge derer, die den entrechtenden Vätern, genauer allen entsorgten Elternteilen helfen wollen. Und daher anstatt eine flammende Rede zu halten, will ich nur meine Gedanken äußern zu diesen Problemen wegen denen wir alle da sind.
Eine wichtige Anmerkung aber zuerst. Ihr die ihr hier steht in diesem Augenblick, ihr seid Helden und Heldinnen. Kein Scherz. Das ist ganz ernst gemeint, All ihr Männer und Frauen die ihre Stimme erhoben habt für die Rechte aller Kinder, ihr seid wirklich heldenhafte Menschen.. Egal von wo ihr kommt, welche Hautfarbe ihr habt oder Geschlecht. Es ist allein die Tatsache, dass ihr jetzt hier steht und dieses FamilenUnRecht aufzeigt, die euch dazu macht. Einige von euch sind besonders zu nennen, denn sie haben erst mit ihrem Fleiß und Einsatz im Vorfeld möglich gemacht, dass diese Veranstaltung Wirklichkeit wird. Die Menschen des Väteraufbruchs für  Kinder Köln und viele andere. Danke dafür.

Vereint sind wir alle im Ziel allen Kindern eine Zukunft zu geben in der sie beide Eltern haben, Halbe/Halbe nicht nur vor, sondern auch nach einer Trennung. Ihr seid Heldenmenschen egal ob ihr zu Hundert dort steht oder es Tausende wären. Ihr habt diese Zeit investiert und manche haben stundenlange Anfahrten auf sich genommen. Wir alle wollten ein Zeichen setzen.
Wir können sicher sein, dass genau das passiert ist. Und darauf dürfen wir auch etwas stolz sein. Spendieren wir uns für diesen gemeinsamen Erfolg ein wenig Applaus.

Was wollen wir? Das Ziel einer fairen Zukunft für uns und unsere Kinder rückt in immer greifbarere Nähe. Ein gesellschaftlicher Bewusstseinswandel vollzieht sich. Ein gesellschaftspolitischer Umschwung bahnt sich an. Aber wo Änderung ist, da ist auch Widerstand gegen die Veränderung. Daher versucht man jetzt diesen notwendigen Wandel zu hemmen und wenn möglich zu stoppen. Heuchlerisch stimmt man zu, dass Elternteile gleichberechtigt sein sollen. Natürlich was sonst. Man fordert, dass Kinder ihre Eltern möglichst zu gleichen Teilen haben sollen, aber) … man besteht darauf, dass diese neue Modell nur nach sorgfältigster Prüfung und nur im Einzelfall herangezogen werden soll. Man wird dafür sorgen, so versprechen diese Betrüger, dass vor Gericht diese Wahl möglich wird für den vom Kind getrennten Elternteil, meist den Vater. Das ist die neueste politische Masche um sich Stimmen zu ergaunern, da man erkannt hat, dass hier ein Wählerpotential brach liegt und latent sich immer mehr Unmut ausbreitet.

Mich empört dieser Versuch sehr. Nein mehr! Er macht mich richtig wütend, da es bedeutet, dass diese Geschlechtsideologen&innen in diesen Parteien uns, und besonders Väter und Männer für zu blöd halten, das zu durchschauen. Ich bin sicher euch geht es genauso mit diesem Schwindel Auch in euch kocht der Ärger über so ein plumpes Täuschungsmanöver. Ist es nicht so?

Man sagt den Vätern, jetzt würde man dafür sorgen, dass sie verlangen können vor Gericht diesen Umgang mit dem Kind zu bekommen. Versprochen! Hoch und Heilig. Verbrieftes Recht würde das sein.
Mir kommt das so vor als ob man den Frauen, im vorigen Jahrhundert vor der damaligen umfassenden Eherechtsreform, gesagt hätte: “He, ihr braucht gar keine Befreiung von der Bevormundung durch eure Ehemänner. Wir haben da für euch ganz was anderes, ganz Tolles für euch. Ihr könnt jetzt vor Gericht gehen und einklagen, dass ihr außer Haus arbeiten wollt! Wir schaffen eine gesetzlich abgesicherte Grundlage dafür und nach einer genauen Einzelfallprüfung bei der natürlich auch der Wunsch eures Ehemanns miteinbezogen wird, kann es sein, dass ihr euch dann bei Firmen vorstellen dürft. Was sagt ihr dazu? Super, was?”
Gar nicht super. So ein Trottel der das in dieser Zeit von sich gegeben hätte, wäre wahrscheinlich von den Frauen mit nassen Handtüchern davon geprügelt worden. Derzeit aber glaubt man damit Stimmen fangen zu können. Sie können es gern versuchen. Aber ich lege schon mal ein Handtuch bereit.

Nein, so ein Sand-in-die-Augen-streuen braucht niemand. Die Lösung für die Vermeidung des Vaterverlusts, genauer der Entbehrung eines Elternteils, für unzählige Kinder ist eine andere. Es ist eine Idee die langsam Fuß zu fassen beginnt. Die Doppelresidenz. Dieses Modell soll der Standard an den Familiengerichten werden. Jedes Kind hat das Recht auf gleichberechtigten Umgang mit den Elternteilen und die Elternteile ein Anrecht auf gleichberechtigten Umgang mit dem Kind. Beides ist ein Menschenrecht. Die Doppelresidenz bewahrt dieses. Die Eltern haben gemeinsam zu entscheiden, was das Beste für ihr gemeinsames Kind ist. Wenn sie zu keiner anderen Übereinstimmung gelangen, dann hat das Gericht dieses Modell als Ausgangspunkt weiterer Überlegungen zu nehmen. Nur wenn ein Elternteil oder das Gericht selbst nachweisen kann, dass dem Kind dadurch Schaden zugefügt würde und es die Gesamtsituation unzumutbar beeinträchtigt, kann davon mehr oder weniger abgewichen werden. Nicht mehr länger tränenreiche Abschiede von einem der Elternteile, weil das Kind es nur kurz gesehen hat und jetzt lange Zeit nicht mehr wiedersehen wird. Ihr kennt alle diese tieftraurigen Momente. Nein, anstatt dessen wechselt es einfach nach altersgerechter, vertretbarer Zeit periodisch von einem Heim ins andere. Und in jedem Heim erwartet ein glückliches Elternteil das Kind, das sich ebenso freut Papa oder Mama wiederzusehen. Dafür haben die Eltern ihre Arbeitszeit sorgfältig zu planen, da sie beide dafür Sorge tragen müssen, dass auch die finanzielle Basis dafür stimmt. Nicht anders als es in bestehenden Beziehungen auch der Fall ist. In jeder Ehe ist das so. Das ist fair, nur das wird allem gerecht.

Aber es entsteht noch mehr Gutes daraus. Das Kind hat eine Heimat, hat Freunde, hart Verwandte, den Kindergarten den es besucht oder Hort und Schule in die es geht. Dies ist die Umgebung in der es aufwächst. Solange nicht beide Eltern entscheiden dies gemeinsam zu ändern, wird es diese Vertrautheit nicht verlieren. Wieder nicht anders als in bestehenden Beziehungen auch. Solange sich die beiden einig sind, können sie einen neuen Lebensmittelpunkt suchen. Aber die Regel hier in diesem neuen Standard ist, dass wenn ein Elternteil allein beschließt weggehen zu wollen, kann es das zwar jederzeit tun, niemand nimmt diesem die Bewegungs– oder Reisefreiheit, nur das Kind bleibt wo es bisher war, wo es sein gewohntes Umfeld hat und den Elternteil der mit ihm dort bleiben möchte. Das Kind wird nicht weggerissen aus dem was ihm so vertraut ist und erlebt so die Beständigkeit die so wichtig ist. Muss sich nicht in herzzerreißenden Szenen von der engsten Freundin unter Tränen verabschieden. wird nicht dazu missbraucht, den Egoismus einer erwachsenen Person mitzutragen.

Genau diese schwerwiegenden Argumente waren ausschlaggebend, warum der Europäische Rat die einstimmige Entscheidung getroffen hat, dass die Doppelresidenz, das geteilte Zuhause für ein Kind, der Standard werden soll in allen siebenundvierzig Mitgliedsstaaten, darunter auch Deutschland, Österreich und die Schweiz. Vor dieser Entscheidung hat der Rat hunderte von Studien gesichtet und die Ergebnisse der Forschungen in allen Mitgliedsländern ausgewertet zu Chancen und Risiken der Doppelresidenz, wo sie bereits existiert, Nach all dem hat der Europarat in der Resolution 2079 beschlossen, sowohl die Cochemer Praxis zur Konflikteindämmung nach einer Trennung von Eltern als Standardmethode einzuführen und das Doppelresidenzmodell ebenfalls zur gesetzlichen Richtschnur zu machen, unabhängig davon ob ein Elternteil sich diesem aus rein egoistischen Gründen oder selbstsüchtigen Motiven verweigert. Da diese fortschrittliche Betreuungsform dem Kindeswohl weltweit am besten entspricht.

Und hier stehen wir nun.  Das ist was wir wollen. Gleiches Recht für alle. Für Frauen, für Männer und am meisten für unsere Söhne und Töchter. Sie sind unsere Zukunft und sie lieben wir über alles. Für sie kämpfen wir. Für unsere Kinder

 

 

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Intaktiv

Dem ist nichts hinzuzufügen.

erzaehlmirnix

Die Verabschiedung des Beschneidungsgesetzes ist jetzt vier Jahre her. Pünklich zum Jahrestag werde ich offiziell Botschafterin für intaktiv, die sich für genitale Selbstbestimmung einsetzen: http://intaktiv.de/drei-botschafter/

Randnotiz: Früher habe ich Angelika Kallwass im Fernsehen verfolgt und sie hatte sicher nicht unwesentlich Einfluss auf meine Berufswahl. Nun mit ihr in einer Reihe als Botschafterin zu stehen, hätte ich mir nie vorgestellt.

beschn

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Nazi Schleichwerbung aufgedeckt!

Es gibt einige Theorien, warum unsere derzeitige Menschheit in diesem Zustand ist, wie sie ist.

  1. These: Dieses höchste Wesen, das so viele Namen hat, erlaubt sich gerade einen sehr üblen Scherz mit uns und lacht sich einen Ast dabei ab.
  2. These: Die Erde durchwandert auf ihrer Bahn derzeit ein kosmisches Verblödungsfeld.
  3. These: Außerirdische benutzen uns als Kasperltheater.
  4. These: Es ist alles nur eine Illusion. Nur leider kommt Morpheus nicht mit der roten Pille daher.
  5. These: Die Welt ist 2012 doch untergegangen, aber irgendwie sind wir in einer Parallelwelt gelandet, in der größtmöglicher Schwachsinn zum Naturgesetz gehört.

Die Begründung für diese Thesen ist einfach. Wir haben einen Grad an Irrsinn erreicht, der anders nicht mehr zu erklären ist. Dies lässt sich anhand des folgenden Falls einfach beweisen:

Frau Bamberger-Stemmann, ihres Zeichens Leiterin der Landeszentrale für politische Bildung Hamburg, hat ganz genau aufgepasst. Und Nazi-Codes entdeckt. In der EDEKA-Werbung (siehe Video): “#Zeitschenken” für Weihnachten.

“Ein kleines Mädchen läuft auf ein Auto zu, das mit dem Kennzeichen MU-SS 420 versehen ist.” Um Himmels Willen. Das geht schon mal gar nicht. Denn, so führt die Extremismus-Expertin aus: “Die 420 ist eine aus dem angelsächsischen Raum stammende, in rechten Kreisen auch hierzulande gängige Abkürzung für Hitlers Geburtstag am 20. April.“ O.K., eine Suche im Internet ergibt zwar nur Treffer als Code für die Identifizierung mit der Cannabis-Kultur. Aber was heißt das schon? Diese Krypto-Nazis sind sehr erfinderisch. Die haben sogar eine Basis auf der Rückseite des Mondes platziert, damit sie unentdeckt bleiben.

Man soll diese finsteren Gesellen nicht unterschätzen. Es kommt aber noch dicker, denn ein weiteres Kennzeichen mit “SO-LL 3849” ist in einer späteren Szene ebenfalls kaum sichtbar. Und hier wird es dramatisch, weil diese Expertin befindet, die Zahl 84 steht für “Heil Deutschland” (81 dann für Heil Adolf? 18 für Adolf H.?) und ergänzt, dass diese umrahmt ist von den Zahlen 3 und 9. Die 39 steht für “Christliche Identität” oder “Christian Identity” (hmm?), erklärt sie mit großer Sorge. “Dies bedeutet in rechten Kreisen im Umkehrschluss Antisemitismus.”

Ja das mu-ss man unbedingt anprangern als Nazi-Propaganda. Was sonst. SO-LL man nicht nur. Das MU-SS man. Jedes S, jede 9,8,4,3,2,1 oder 0, das irgendwo drin steckt, mu-ss raus.

Edeka hat offenbar gute PR-Beratende, die wissen, was für Ausmaße diese Political-Correctness-Shitstorms bekommen können und haben sich vorsorglich gleich mal entschuldigt. Welche arme Sau aber bei der Werbeagentur für diese Nummernschilder gefeuert wird, ist noch nicht geklärt. Aber zumindest wurden mit den zukünftigen Arbeitslosen auch die Ansätze eines Ansatzes eliminiert.

Wehret den überall versteckten Nazizeichen.” Zahlen sollten nicht verharmlost werden. Nicht mal, wenn sie sich in größeren Zahlen verstecken. Vielleicht sollten wir doch wieder zur Keilschrift zurückkehren, damit solch plumpe Nazipropaganda nicht mehr möglich ist?

Sabine Bamberger-Stemmann weiter: “Sowieso vermittelt der Spot besonders am Anfang eine heile Welt und transportiert Werte, die auch für die Neue Rechte stehen. Die Kinder spielen zum Beispiel auch eine altmodische Version von ‘Mensch ärgere dich nicht’.”

Unglaublich. In einem Werbespot wird heile Welt vermittelt. Geht mal gar nicht. Dann spielen die Kinder auch noch eine, aus der Sicht dieser Dame, nicht hochmoderne Form von “Mensch ärgere dich nicht” (eines aus den 80ern?). Noch die versteckten zweistelligen Codes in den acht Zeichen langen Nummerntafel dazu genommen, kann das nur eines bedeuten. Richtig: Das 4. Reich steht kurz bevor.

Kein Zweifel. Die Zeichen sind eindeutig für Frau Bamberger-Stemmann (sie lebt ja schließlich davon), und die üblichen Medien haben es bereits sehr betroffen und mit dem nötigen Ernst aufgegriffen.

Was es jetzt noch dringend braucht, ist eine Extremismus-Beauftragte in jeder Werbeagentur, ja, in jeder Firma. Dadurch entstehen auch viele neue Arbeitsplätze. Das ist natürlich etwas kostspielig, aber dann bekommt man diese Nazi Codes in den Griff – und unsere Demokratie wird professionell verteidigt. Vater-Mutter-Kind? Voll reaktionär. Weg damit! Autos nur noch mit Phantasieschildern wie “Pony1”  oder “Draghon3”.

Wobei — da stecken wieder a und h drinnen, noch dazu durch das germanische g verbunden. Und Pony1? “Ein Reich, ein Volk, ein Führer” ist ja auch Eins. Nein. geht auch nicht. Also am besten weglassen. Keine Kinder, keine Eltern, keine Autos, kein Werbespot.

Endlich ist die Werbe-Welt wieder politisch voll korrekt, Alda.

(Bildquelle:  Biaca Traxler . CC BY-SA 4.0 )

Kurzdefinition des Faschismus (für alle faschistoiden Bewegungen gültig)

Eine Definition von Faschismus ist diese:“„Faschismus kann definiert werden als eine Form des politischen Verhaltens, das gekennzeichnet ist durch eine obsessive Beschäftigung mit Niedergang, Demütigung oder Opferrolle einer Gemeinschaft und durch kompensatorische Kulte der Einheit, Stärke und Reinheit, wobei eine massenbasierte nationalistische Partei(Anm: *1) von entschlossenen nationalistischen(Anm:: *2) Aktivisten, aber effektiver Zusammenarbeit mit traditionellen Eliten demokratische Freiheiten aufgibt und mittels einer als erlösend verklärten Gewalt und ohne ethische oder gesetzliche Beschränkungen Ziele der inneren Säuberung und(Anm: *3) äußeren Expansion verfolgt.“
Robert O. Paxton: Anatomie des Faschismus.
*1: im englischen Original ist von “party” die Rede, dies beschreibt auch eine politische Bewegung, nicht nur die institutionelle Form.
*2:Der Nationalismus ist ebenfalls kein eindeutiges Kennzeichen von Faschismus in unserer Zeit, da durch die Globalisierung auch globale Bewegungen entstanden sind und entstehen können. Und auch eine globale Bewegung kann faschistoide Züge annehmen.
*3: hier gilt auch “und/oder”, da zuerst im Inneren aufgeräumt wird, bevor Ausdehnung verfolgt wird.  Daher ist eine äußere Expansion kein Kennzeichen einer faschistoiden Bewegung die sich noch am Anfang befindet.

Diese Definition scheint mir beschreibt sehr gut einen kleinen, sehr lauten Teil im Feminismus, der sich darin versteckt und ausbreitet.  Ein wichtiges Kennzeichen dieses wie ich behaupte faschistoiden ideologischen Teils ist auch, Menschen per Geburt in eine Gruppe der begabteren, besser zur Machtausübung, ja sogar als alleinig zur Machtausübung bestimmten und einer minderwertigen, die man mit allen Mitteln von der Macht vertreiben muss, zu teilen. Dies gehört aber nicht mehr zur obigen wissenschaftlichen Definition.

Paranoia als Normalzustand – Die Wiederkehr der Massenverführung

Eine gefährliche Tendenz macht sich seit einem Jahrzehnt bemerkbar und bedroht unsere Demokratie.  Es breiten sich  immer mehr Verschwörungstheorien epidemisch aus, werden zu richtigen politischen Bewegungen und fegen Vernunft und logisches Denken weg. Der Grund dafür ist aber keine Krankheit oder Halluzinogene.  Diese sich weltweit ausbreitende Paranoia ist das Resultat der nicht mehr bewertbaren Informationen die über das Netz besonders soziale Medien verbreitet werden.  Dadurch kann sich jede Verschwörungstheorie bereits Verbreitung verschaffen. Die jeweils dieser Theorie zugehörigen Menschen sammeln sich in Meinungsblasen und verbreiten diese kruden Ideen weiter. Es ist keine Instanz mehr da (dies waren früher die Zeitungen und Medien) die diese Informationen auch einordnen würden. Daher wird jede Theorie als gleichrangig zu allen anderen gesehen.  Wird von der Pharmamafia geredet, die Homöopathie unterdrücken will, wird selten jemand bewusst, dass die Globuli zum Teil teurer sind als die Medikamente die damit ersetzt werden soll.  Wird von den “Bankstern” gesprochen, vergisst man zu leicht, dass man selbst einen Fremdwährungskredit laufen hat und diejenigen auslacht die nicht auf YEN oder Schweizer Franken setzen. Die eigene Minispekluation wird nicht klar, statt dessen möchte man die “Spekulanten” auf dem nächsten Baum aufknüpfen.
Daraus aber bilden sich für Paranoia typische Muster ab. Es kommt zu Isolation der Gruppen mit deutlichem Freund-Feindbild. Man fühlt sich verfolgt, kann aber diese Gefahr nicht beweisen oder klar umreißen. Einzelne Personen die diese jeweilige Paranoia besonders verinnerlicht haben, werden zu Magneten für viele andere. Jeder der die Theorie ablehnt ist ein Mitglied. Sympathisant oder zumindest nützlicher Idiot der “weltweiten Verschwörung “.  Auch noch so fundierte Kritik ist nur der Ausdruck des Versuchs “die Leute die Wahrheit verbreiten, mundtot zu machen”.

Es ist die Stunde der Demagogen. Männer und Frauen die sich dessen bewusst oder nur instinktiv bedienen und diese  “Verrücktheit”, diesen psychischen Ausnahmezustand nutzen vermögen.   Auch als vor rund 90 Jahren der Rundfunk als Massenmedium für alle Menschen verfügbar wurde, kam es zu einer ähnlichen Entwicklung. Auch damals standen Demagogen (Heute nennt man sie “Populisten”,  links oder rechts ist egal) bereit.  Dieses Medium konnte die Emotion tragen, konnte Wut, Angst, Hoffnung und Begeisterung schüren.  Und wir kennen die soziale Katastrophe die daraus resultiere. Das entsetzliche Menschheitsverbrechen,  das unfassbare Grauen das sich aus der Erreichbarkeit der Massen ergab.  Massengefühle zu bilden, Menschen mit  “WIR Frauen sind”   ,  “DIE Moslems machen ..” ,  “America first”,   “DIE Eliten beherrschen ..”,  “diese Nazis”  werden kleinere und größere Massen gebildet.  Wir merken es nicht bewusst, aber wir werden durch dieses “Wir” und “Ihr” gespalten.   Wir bedingt ein Ihr, , wenn nicht wie  so wie hier in diesem Text mit “Wir” die ganze Menschheit gemeint ist.  Dieses “Wir” erklären die Demagogen umfasst die  Guten,  SIE sind die Bösen.  SIE müssen vernichtet werden, denn sie gefährden UNSERE Sicherheit, predigen sie lautstark und medial sehr wirksam.
Es war in den vorigen Jahrzehnten unwirksam, die Volksverführenden konnten keine Breite gewinnen, weil  sie sofort vor die Menschen treten mussten, deren Gedankenuniversum noch nicht genügend durchdrungen war mit diesen Ideen. Dadurch wurden sie sofort als Spinner entlarvt, als Menschen die verrückte Ideen zum Besten gaben.  Schnell verschwanden sie wieder in der Versenkung.  In unseren Tagen aber treten diese Botschafter des Wahnsinns hervor und haben schon tausende Anhängende.  Haben sich eine große Gefolgschaft in Facebook und Co. gebildet, bevor sie sich der Gesamtbevölkerung vorstellen.  Auf Twitter führen sie mit Hashtags wie #Aufschrei, #Brexit,  #Impflüge , #IsalmIsDanger usw. die Sammlung für den nötigen Aufmarsch durch.  Und mit diesen Mems steuern sie auch die Massen.   Mems sind nichts neues.  Es ist die Macht der Symbole.  Die Swasitka, Blut und Boden, das Venussymbol,  die Internationale,  Halbmond, Kreuz,  “das Patriarchat”, “der Kapitalismus”,  “unser Land für unsere Leute”,  “man hat uns unsere Zukunft geraubt”,  all das ist der Rohstoff mit dem verführt wird.  Filme, Bilder, Musik, Worte  und  einfache Sätze,  sind die Werkzeuge mit der man die Macht hat in der Gedankenwelt eines anderen einzudringen und in dieser einen Keim zu pflanzen der Zusammengehörigkeit zu dieser Person und Feindschaft zu anderen erzeugt.  Es ist so leicht und so wirksam. Wer diese Methodik kennt kann beliebig Massen bewegen, bis hin zur Teilung der Menschheit in zwei Massen, die Gute und die Böse. Es benötigt nur ein gemeinsames Merkmal und Geburtsmerkmale sind am Besten dafür geeignet. Herkunft, Hautfarbe,  Geschlecht. Denn das Prinzip ist Teilung. Eine Masse muss auf die andere gehetzt werden, die andere Masse muss als Bedrohung für die eigene dargestellt werden. Die eigene Masse ist die Rettung vor der Schädigung der Welt durch die andere. Ohne Teilung funktioniert es nicht.  Massenverführung braucht Abgrenzung.  Selbst wenn sie sich als Weltoffenheit tarnt.  Die eigene Bevölkerung teilt man und erzeugt ein Klima der Feindschaft, stellt sich als Rettende des Abendlands oder allein Verfechtende der Menschenrechte dar.

Es ist die Stunde der Demagogen, männlich, weiblich (oder sonst was) ist egal. Ihr Medium ist das Internet. Hunderte sind bereits da und versammeln ihre Masse.  Der Beweis dafür sind die immer zahlreichere Spaltungen der Gesellschaft in jeder Richtung.  Geschlecht, Alter, Herkunft, alles wird zum Gegensatz.  Lager werden gebildet und schotten sich ab.  Hass baut sich auf und wartet darauf sich Bahn zu brechen.  Einige dieser Menschen die Massen verführen erkennt man ganz leicht.  Andere maskieren sich aber sehr gut.

Ein “Wehret den Anfängen” zu rufen, wäre aber völlig verkehrt. Wir sind bereit mittendrin.

#Falschbeschuldigung wegen Falschbeschuldigung (via gleichheitunddifferenz)

Das Thema Falschbeschuldigung polarisiert stark. Und obwohl Falschbeschuldigung bei nahezu allen Arten von Straftaten vorkommt, von Diebstahl oder Betrug über Körperverletzung bis hin zu Mord, wird das Thema seltsamerweise niemals so hochgekocht wie im Falle von Vergewaltigung. Was dabei ebenso seltsamerweise auch so gut wie nie thematisiert wird, ist die Falschbeschuldigung wegen Falschbeschuldigung. Also, dass […]

über Falschbeschuldigung wegen Falschbeschuldigung — gleichheitunddifferenz

Ich orte immer stärker, dass Menschen die sich der Ideologie des Feminismus verbunden fühlen, wenig bis gar keine Empathie für spezifische Probleme von Männern haben. Um es zu illustrieren. Ein Date in der heutigen Zeit sieht im Extremfall so aus:
SIE: Hoffentlich vergewaltigt er mich nicht!
ER: Hoffentlich ruiniert sie nicht mein Leben mit einer Lüge!

Offenbar wird aus der Priorisierung der Anliegen und Probleme von Frauen der Fokus bei jedem Thema nur auf die Auswirkung auf Frauen gelegt. Bei diesem Thema wird derzeit die Problematik der Falschbeschuldigung nicht mal ernst genommen, obwohl es Hinweise darauf gibt wie unglaublich groß die Zahl von Falschbeschuldigungen ist. Es gibt eine Recherche die in einem Teil von Deutschland zeigt, dass dort 8 von 10 Beschuldigungen nicht den Tatsachen entsprechend erhoben werden:
http://t.ostsee-zeitung.de/Region-Rostock/Rostock/Acht-von-zehn-Vergewaltigungen-sind-vorgetaeuscht

Bei der Vergewaltigung wird behauptet, dass doch sowenig verurteilt würde, weil von 100 wegen Vergewaltigung angezeigten Männern nur acht eine Strafe erhalten würden.  “96 von 100 Sexualstraftätern kommen davon“ titeln Zeitungen und auch Terres de Femes meint : “Nur etwa jeder achte Sexualtäter wird verurteilt. Kaum ein Verbrechen wird seltener bestraft als Vergewaltigung!“ aufgrund der Tatsache das 8,4 Prozent Verurteilung ausgesprochen wurden.
https://www.frauenrechte.de/online/index.php/themen-und-aktionen/haeusliche-und-sexualisierte-gewalt/aktuelles/archiv/1506-neue-zahlen-belegen-einen-dramatischen-rueckgang-von-verurteilungen-nach-einer-vergewaltigung

Man muss sich klarmachen, was hier gesagt wird. JEDER wegen einer Vergewaltigung angezeigt wird, ist für diese Gruppierung und viele andere feministische Organisationen ein Vergewaltiger.
Zugleich wird beim Thema Falschbeschuldigung gesagt, es seien doch nur 3% die verurteilt würden, Das wäre doch so gering, dass es nicht ins Gewicht fällt.
Nach der Logik von Terres de Femes und den feministischen Organisationen bedeutet das: „97 von 100 Existenzvernichterinnen durch Lüge kommen davon! Nur jede dritte Falschbeschuldigerin wird verurteilt!

Deswegen braucht es Menschenrechtler mit Priorität männlich, damit hier ein Gegengewicht geschaffen wird. Feminismus ist NICHT für alle. Er ist Lobbyismus nur für Frauen, das wird immer klarer.
Das jede weitere Falschbeschuldigung die auffliegt, dazu führt dass Frauen immer weniger geglaubt wird, immer genauer hingeschaut wird und daher die Verurteilung sinken, ist wie es scheint, nicht klar. Das der Feminismus nicht mit aller Kraft auch diese Straftat verfolgen will, ist nur durch die Einseitigkeit zu erklären , den echten Opfern schadet diese aber gewaltig, da es die Glaubwürdigkeit jeder Frau untergräbt, wenn immer mehr Fälle bekannt werden.
Statt dessen sollen Gesetze noch mehr verschärft werden damit die Verurteilungszahlen wegen Sexualdelikten wieder steigen ohne das Thema Existenzvernichtung durch Lüge (=Falschbeschuldigung) gleichgewichtig zu diskutieren.  Das im kommenden Gesetzt durch die Wertung der Aussage einer Frau als faktischen Beweis “Ich habe Nein gesagt”,  es zur praktischen Umkehrung  der Beweislast kommt, wird nicht mal angerissen.  Statt kommt die Relativierung mit “Falschbeschuldigung der Falschbeschuldigung”, die auch ein Thema ist, so wie der Missbrauch mit dem Missbrauch, aber deutlich weniger Gewicht hat, wenn man Gleichwertigkeit von Männer und Frauen ernst nimmt.

Um es ganz klar zu sagen.  Falschbeschuldigung wegen Vergewaltigung ist keine Lüge, sie ist ein Versuch oder sogar vollständige Durchführung eines sozialen Mords. Und so sollte sie auch bestraft werden.