Feminismus und Misandrismus

In der Auseinandersetzung mit dem Feminismus ist ganz wichtig, nicht sich in Antifeminismus zu verlieren. Der Feminismus an sich ist NICHT männerfeindlich und auch nicht geschlechterrassistisch. Allen feministischen Strömungen gemeinsam ist lediglich die Überbetonung des Geschlechts. Dies ähnelt sehr der zeitgeistigen Bewegung vor 90 Jahren, die sich “Völkische” nannte. Damals hat man den Wert der Herkunft unglaublich betont. Wer von wem abstammte, wer wo seinen “Heimat” hatte, wo die Vorfahren herkamen, war enorm wichtig. Diese “völkische Bewegung” erfasste ganz Europa und führte zu krassen Nationalismus. Aber in diesen Massenbewegungen die durch diesen Zeitgeist bedingt waren, konnte sich menschenverachtendes Gedankengut verbergen und groß werden. Der Antisemitismus war keine Betonung von Abstammung, es war eine Bewertung.  Es gab eine Herkunft, die “Arische” die war gut und es gab eine andere die war böse. Die restlichen Völker waren “blos” Untermenschen, ausbeutbare Sklavenvölker, aber das eine war der FEIND und musste vernichtet werden.

Einen ähnlichen Teil gibt es auch im Feminismus, den Misandrismus. Dieser baut genau wie die damalige Horrorideologie auf die Grundlagen der Bewegung auf. Auch dieser sieht in einem Geburtsmerkmal (damals Abstammung, heute Geschlecht) das wichtigste Merkmal, nach dem alles auszurichten ist. Jedoch im Unterschied zum Feminismus, bewertet er dieses Geburtsmerkmal auch. Und diese Bewertung schafft eine höherwertige Gruppe und einen minderwertige. “DIE Frauen” werden als “befähigter”, “intelligenter”, “friedfertiger” , “produktiver” betrachten und “dürfen daher auch den Anspruch auf die Vorherrschaft stellen”. Männer sind “primitiv”, “ständig vergewaltigungsbereit”, “gewalttätig”, “besitzgierig” und “machtlüstern”. Und um die Kennzeichnung für Feministinnen (und deren männlichen Helfern) und Frauen insgesamt leichter annehmbar zu machen wird ähnlich wie anfangs im Antisemitismus erklärt, dass ja #notallmen gemeint sind, sondern nur der bösartige Anteil darin. Es gelte “den Teil aus dem Körper auszumerzen, der sich als schädlich erwiesen habe”. Das klingt bekannt, nicht? Das klingt beängstigend. Auch wenn sich niemand vorstellen kann, das ein Teil der Männer der vom Misandrismus als “entbehrlich” angesehen wird, tatsächlich Angst um ihr Leben haben müssen, aber das war es vor 90 Jahren für die Menschen die Verfolgung und Tod erleiden mussten, weil sie zufällig in bestimmter Weise geboren worden waren, auch nicht.
Damals wie heute, wird der Hass geschürt, der WHM (weiße heterosexuelle Mann)  ist der FEIND.  Ähnlich wie damals wird ein Grund geliefert um diese Menschen hassen, beliebig beleidigen, abwerten und schädigen zu dürfen.  Es ist, weil der WHM ein Vergewaltiger per Geburt ist. Es “ist die Natur des Mannes, die Frau zu unterdrücken”. Und daher muß diese “Natur” auch “beseitigt, ausgemerzt” werden. Nicht täuschen, die Protagonisten des Misandrismus meinen das bitter ernst. Diese Menschen haben ein Gedankengut das den WHM als Übeltäter und Unterdrücker darstellen lässt, völlig unabhängig von der realen Macht- und Lebenssituation eines Mannes. Auch die Eingrenzung auf “Hetero” dient nur zur Erreichung von weiterer Akzeptanz für diesen offenen Geschlechterrassimus in breiten Teilen der Bevölkerung. Auch homosexuelle Männer sind ebenfalls auf der Abschussliste dieser Wahnsinnigen. Nur Trans- und Intersexuelle die sich klar zur Front “DER Frauen” bekennen werden als echte Verbündete gesehen. Männer egal welcher sexuellen Orientierung, Hautfarbe oder Herkunft sind bestenfalls nützliche Idioten, die andere Männer beeinflussen sollen, sich selbst als Täter zu sehen, die Buße tun müssen, die sich selbst aus jeglichen gesellschaftlichen Einflussbereichen eliminieren sollen.
Das Frauen besser sind, wird durch alle möglichen “wissenschaftlichen” Arbeiten begründet. Nicht anders als damals in der “völkischen” Zeit, die “Rassen”-Theorien. Geschlecht wird als etwas Schicksalhaftes, etwas all für Herrschen und Dienen bestimmendes gesehen. Dieses Bessersein des “FRAUSEIN” begründet alle Maßnahmen, alle unterschiedlichen Handhabungen von Gesetzen gegenüber Männern. Die “Würde der Frau” ist so hoch angesiedelt für Misandristen, dass sie jede Form von Spass, Ironie oder Satire, jede Art von sexualisierter Werbung die mit Frauen stattfindet, als Herabwürdigung des ganzen Geschlechts interpretieren. Als Sexismus. Gegenüber Männer ist Verachtung, Verspottung oder “zum Objekt machen” durch Sexualisierung nicht möglich. WHM, ja Männer gesamt sind das “priviligierte Geschlecht”. Hier ist auch wieder die Grundlage aus dem Feminismus sichtbar. Auch dort ist das “herschende Männersystem” eine Tatsache, an der nicht gezweiflet werden kann. Im Unterschied zur Sichtweise im Feminismus als eine strukturelle Unterdrückung, ist es im Misandrismus ein “Weltmännertum” , eine durch die angeborene Frauenfeindlichkeit von Männern begründetes weltweites System der Unterjochung und Versklavung aller Frauen, von der sich diese befreien müssen. Behauptet der Feminismus nur das “Patriachat” zerstören zu wollen, die Männer von ihrer “anerzogenen giftigen Männlichkeit” befreien und Gleichheit aller herstellen zu wollen, so ist für den Misandrismus klar, das Männer weder in Erziehung der Kinder, noch in Machtpositionen der Gesellschaft etwas zu suchen haben und möglichst “rückstandfrei” daraus zu entfernen sind. Lediglich als Schwerarbeiter in den Bereichen in den körperliche Kraft wichtig ist, die Arbeit für die höherwertige Frau “unzumutbar wäre” und als unterhaltsame Pausentrottel und Sexualobjekte haben sie noch etwas Lebensberechtigung.

Misandrismus ist also die hochgefährliche, menschenverachtende , männerfeindliche Ideologie die es gilt mit allen demokratischen und rechtsstaatlichen Mitteln zu bekämpfen. Feminismus ist eine Massenbewegung die ebenso wieder verebben wird, wie sie begonnen hat, sobald die Menschen keinen Sinn in der Überbewertung von Geschlecht mehr sehen.  Gender-Studies sind ebenso wenig Wissenschaft wie “Rassenforschung” und diese Erkenntnis wird sich irgendwann in der Wissenschaft wieder durchsetzen und diese pseudowissenschaftlichen Teile wieder abstoßen.
Antifeminismus ist daher ebenso sinnlos wie es Anti-Nationalismus Anfang des vorigen Jahrhundert war.  Feminismus ist nicht die Gefahr, die Gefahr steckt im Feminismus. Die Abwehr der gruppenbezogenden Menschenverachtung ist es, bei der wir gefordert sind.
Wehret den Anfängen.

“Wenn der Faschismus wieder sein Haupt erhebt, wird er das nicht im alten Gewand tun. Er wird ein neues verführerischen Kleid anziehen. Er wird anders daherkommen wie zuvor, so dass ihn die meisten nicht erkennen können.”

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